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| Der Kurort |
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![]() Bahnhof von Bad Saarow |
Saarow und Pieskow wurden noch zum Ende des 19. Jahrhunderts gern und wohl auch zu Recht als die "verlassensten Nester der Mark Brandenburg" bezeichnet. Es waren zwei arme, unbedeutende Dörfer, zwar direkt am sagenumwobenen Scharmützelsee gelegen, aber ohne brauchbare Verkehrsanbindung an die nahe gelegenen Städte. | |
| Die verkehrstechnische und damit auch touristische Erschließung des Sees durch den Bau der Eisenbahnstrecke Königs Wusterhausen und die Eröffnung des Bahnhofs Scharmützelsee bei Wendisch Rietz 1898 änderte zunächst wenig an der Abgeschiedenheit dieser beiden Dörfer. Am Nordufer des Sees befand sich lediglich der Hafen der nahe gelegenen Braunkohlgrube mit dem damals eher schlichten Gasthaus "Forsthaus Pechhütte". Erst der Erwerb der Güter Saarow und Pieskow durch die Berliner Landbank AG in den Jahren 1905/06 sowie die Planung und Gestaltung einer großzügigen Landhauskolonie schufen die Grundlagen für eine erstaunliche Entwicklung im Bereich des heutigen Kurortes. |
zwei arme, unbedeutende Dörfer |
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| am Nordufer des Scharmützelsees |
Der Direktor der Landbank AG Berlin, Hofkammerrat a.D. Hermann Paschke, fasste den Gedanken an die ihm wohl bekannten Villenkolonien Wannsee und Nikolassee den Plan, am Nordufer des Scharmützelsees eine moderne Landhaussiedlung erstehen zu lassen. Bereits 1906 wurde ein Bebauungsplan bestätigt, und bis 1906 waren in der Siedlung die Straßen angelegt. Im Sommer 1906 wurde das erste Wohngebäude für die Kolonie, ein einfaches Holzhaus errichtet. Text & Foto: Dr. Paul-Olaf Beeking |
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