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| Die Steinschale |
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![]() Der Große Rauener Stein - jetzt der kleinere der beiden Felsen |
In den Rauener Bergen, aber auch direkt in Bad Saarow (Platz am Stein), finden sich steinerne Zeuge der Eiszeit, die von den Eisgletschern über das märkische Land verstreut wurden: die Findlinge oder erratische (verirrte) Blöcke. | |
| Die größten dieser Gesteinsbrocken, deren eigentliche Heimat in Mittelschweden vermutet wird, finden wir in der Kammregion der Rauenschen Berge. Diese Findlinge werden entweder Markgrafensteine genannt oder einfacher Rauener Steine (nach ihrem Fundort). Der Große Rauener Stein hatte ursprünglich einen Umfang von 29,50 Meter und eine Höhe von 8,50 Meter. Leider beauftragte König Wilhelm III. seinen Baumeister Christian Gottlieb Cantian, aus dem Großen Rauener Stein eine Schale für das Alte Museum in Berlin herzustellen. |
Leider beauftragte König Wilhelm III. seinen Baumeister |
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| auf Holzrollen zur Spree gewuchtet |
So wurde dieser größte Granitblock Nordeutschlands im Jahr 1827 um 90 Grad gekippt und in Handarbeit in drei Teile gespalten. Die mittlere Scheibe hatte eine Stärke von etwa 1,50 Meter und wurde an Ort und Stelle roh zu einer Schale ausgearbeitet (0,50 Meter Wandstärke, 7,00 Meter Durchmesser). Der 70 bis 80 Tonnen schwere Rohling wurde auf Holzrollen zur Spree gewuchtet, mit einem Lastkahn zum Kupfergraben nach Berlin transportiert und dort weiter beschliffen. So wurde Brandenburg um ein Wunder ärmer und Berlin um ein merkwürdiges Monument vaterländischer Kunst reicher. Text & Foto: Dr. Paul-Olaf Beeking |
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